
GGL veröffentlicht Jahresbericht zu Maßnahmen gegen illegales Online-Glücksspiel

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat ihren aktuellen Jahresbericht zu Durchsetzungsmaßnahmen gegen den unregulierten Online-Glücksspielmarkt veröffentlicht und dabei detaillierte Zahlen bis zum 31. Dezember 2025 präsentiert. Der Bericht dokumentiert, wie viele illegale Anbieter ihre Angebote zurückgezogen haben und wie sich Werbemaßnahmen verändert haben, während die Behörde selbst umfangreiche Prüfungen durchführte.
Entwicklungen bei illegalen Anbietern
Bis zum Stichtag zogen 254 illegale Online-Glücksspielanbieter ihre Angebote vom deutschen Markt zurück, was 66 mehr als im Vorjahr entspricht. Die GGL verfolgt diese Entwicklungen systematisch und erfasst, welche Plattformen ihre Aktivitäten einstellen, nachdem sie auf mögliche Verstöße gegen den Glücksspielstaatsvertrag hingewiesen wurden. Solche Rückzüge zeigen, dass regulatorische Schritte direkte Auswirkungen auf das Marktverhalten haben, und Beobachter notieren, dass die Zahl der aktiven illegalen Anbieter dadurch weiter sinkt.
Veränderungen bei Werbepartnern
Parallel dazu beendeten 370 Werbetreibende ihre Kooperationen mit illegalen Marken, eine Steigerung um 86 gegenüber dem Vorjahr. Die Behörde überwacht Werbekampagnen gezielt und setzt auf Aufklärung sowie formelle Aufforderungen, sodass Werbepartner ihre Strategien anpassen. Diese Entwicklung verdeutlicht, wie sich das Werbeumfeld für nicht lizenzierte Angebote verengt, während legale Anbieter weiterhin sichtbar bleiben dürfen.
Prüfungen und Entfernungen von Websites

Im Berichtszeitraum untersuchte die GGL 2.263 Websites und veranlasste die Entfernung von 1.208 illegalen Glücksspielseiten sowie 343 Werbeanzeigen. Die Prüfungen erfolgen kontinuierlich und umfassen sowohl Desktop- als auch Mobilangebote, wobei die Behörde technische und rechtliche Kriterien anlegt. Zusätzlich leitete sie 287 Verbotsverfahren ein, die auf langfristige Einstellung der Aktivitäten abzielen und oft mit Fristsetzungen verbunden sind.
Strukturelle Aspekte der Aufsicht
Die Zahlen stammen aus dem jährlichen Bericht der GGL und werden auf der offiziellen Seite der Behörde bereitgestellt, wo Interessierte weitere Details einsehen können. GGL koordiniert diese Maßnahmen bundesweit und arbeitet mit Hosting-Providern sowie Werbenetzwerken zusammen, um Entfernungen effizient umzusetzen. Im August 2026 analysieren Fachleute, wie sich die kumulierten Effekte dieser Verfahren auf die Gesamtmarktstruktur auswirken, da die Daten bis Ende 2025 bereits eine klare Trendwende zeigen.
Verfahren und deren Ablauf
Die 287 eingeleiteten Verbotsverfahren folgen einem standardisierten Prozess, der von der Identifikation über die Anhörung bis zur Durchsetzung reicht. Experten beobachten, dass viele Verfahren ohne gerichtliche Eskalation abgeschlossen werden, weil die Betroffenen die Angebote freiwillig zurückziehen. Diese Vorgehensweise spart Ressourcen und führt zu messbaren Ergebnissen, wie die gestiegenen Rückzugszahlen belegen.
Zusammenfassung der Ergebnisse
Der Bericht fasst zusammen, dass die Kombination aus Website-Prüfungen, Werbekontrollen und Verfahrenseinleitungen zu einer spürbaren Reduktion illegaler Angebote führt. Die Steigerungen bei Rückzügen von Betreibern und Werbern im Vergleich zum Vorjahr machen deutlich, dass die Aufsichtsaktivitäten Wirkung zeigen, ohne dass neue gesetzliche Grundlagen erforderlich waren. Beobachter sehen darin eine Bestätigung für die aktuelle Strategie der GGL, die auf konsequente Anwendung bestehender Regelungen setzt.